| Pop-ups und Bannering dienen nicht der Pflege des Markenprofils |
| BriefLetter - Issue 12/2011 |
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Natürlich ist die Welt ohne Internet nicht mehr vorstellbar. Aber die Euphorie mit der die werbungtreibende Wirtschaft dem Internet als Medium für die Markenkommunikation huldigt ist eher bedenklich als uneingeschränkt zustimmungswürdig. Die Aufgeregtheit mit der „Pop-Ups“ und „Banners“ sich zumeist präsentieren, das Flimmern und Blinken, die Texte und Layouts, das oftmals billig wirkend Aufdringliche und Marktschreierische passen ganz einfach nicht zu einer souveränen Kommunikation und somit auch nicht zur glaubwürdigen Markenkommunikation. Aufmerksamkeit um jeden Preis, schrille Auftritte und Bildschirmglitzer sind zutiefst irritierend. Man stelle sich nur vor, dass Freunde oder solche, die es werden wollen an der eigenen Haustüre so auftreten wie Pop-Ups und Bannering im Internet mit der Türe ins Haus fallen, sprich für Marken werben wollen. Auffallen um jeden Preis, eine Forderung an die Konsumgüterwerbung in ihren Anfängen, muss nicht sein. Marken, die nicht genügend Kraft in sich tragen, sich als Persönlichkeiten darzustellen und zu empfehlen, sind keine wirklichen Marken und werden es auch über das Internet nicht werden. Gewiss, man muss sich heutzutage den neuen Möglichkeiten der Kommunikation öffnen. Anzeigen unter hunderten in Hochglanzmagazinen tun sich immer schwerer wahrgenommen zu werden. Es kommt aber dennoch drauf an, das Persönlichkeitsbild der Marke, ihr Profil, ihre Positionierung im Markt, ihr in der Regel über einen langen Zeitraum konsequent aufgebautes Image, ihre Herkunft und ihre Geschichte im Auge zu behalten. In einer Zeit, in der Schnelligkeit und Flüchtigkeit alles zu beherrschen scheint, ist es umso wichtiger das Bild der Markenpersönlichkeit souverän und äußerst sorgfältig zu pflegen.
Und weil das Internet das Leben der Menschen so sehr zu beherrschen scheint, verbreitet sich auch der Gedanke, in anderen Medien im Stil von Pop-Ups und Bannering zu werben. Wir raten dazu, sich als Allererstes stets die Frage zu stellen, ob diese neuen Möglichkeiten zu werben im Einklang mit der Markenpersönlichkeit stehen. Die Wachstumsraten, die die Internetwerber über Pop-Ups und Bannering vermelden können, lassen nur bedingt Rückschlüsse auf die tatsächliche Wertschöpfung für die Marke zu. Wir bewerten das Ganze zurückhaltend und als den Marken nicht sonderlich dienlich ein.
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