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Wir sprechen von einer Marke, wenn sie auf einem aus sieben Elementen bestehenden Fundament steht. Die sieben Elemente heißen Herkunft, Geschichte, Profil, Positionierung, Image, Bekanntheit und Schutz. Marken sind weder Markierungen noch sind sie einfache Embleme. Marken sind das Rückgrat aller Unternehmen, auch solcher, die in Investitionsgütermärkten, in B2B und Dienstleistungsmärkten tätig sind. Marken vereinigen die Werte des Unternehmens in sich, das hinter ihnen steht. Beispielsweise das Engagement der Menschen, die in einem Unternehmen arbeiten und das gebündelte Wissen und die Erfahrung der Mitarbeiter.
Dies alles sind Werte, die dem Unternehmen unmittelbar anhaften. Marken geben dem Unternehmen die Kraft für Innovationen und sie schaffen die Verbindungen zu den Märkten für Beschaffung, Kapital, Arbeit, Absatz und zum ganzen sozialen Umfeld. Ja, man kann sagen, eine Marke ist heute, was das Symbol in der Antike war, nämlich das durch Boten überbrachte Erkennungszeichen zwischen Freunden und Vertragspartnern. Dieses Verständnis von Marke erklärt denn dann auch, dass die Marke mehr ist als die Begleitung eines Produktes. Die Marke ist viel mehr.
So gesehen werden völlig neue Perspektiven geschaffen, die zu Unvergleichbarkeit und Einzigartigkeit einer Marke führen. Die Marke macht die Mitarbeiter eines Unternehmens stolz mit ihr verbunden zu sein, für sie verantwortlich zu sein und letztendlich generiert die Marke auch die Verpflichtung, dass versprochene Qualitätsmaßstäbe für Produkte in der Praxis auch eingehalten werden. Das Vertrauen in die Marke wird gefördert und so haben Bindungen an ein Unternehmen auch in kritischen Zeiten Bestand.
Marken sind ein bedeutender monetärer Unternehmenswert für dessen Unterhalt neben der Verzinsung Jahr für Jahr erhebliche Aufwendungen getätigt werden müssen. Es ist daher notwendig auch darauf zu achten, dass die Leistungsmöglichkeiten einer Marke genutzt werden. Gerade da liegen in vielen Unternehmen noch ungehobene Schätze. In ganzheitlichen Konzepten werden Marken nicht nur für die Produkte eines Unternehmens eingesetzt, sondern auch unmittelbar für die Kommunikation des Unternehmens und umgekehrt muss das Unternehmen zum sichtbaren Begleiter einer Marke werden. Dies führt schließlich dazu, dass Marke und Unternehmen eins werden und so dem Element Herkunft eine Schlüsselfunktion in der Persönlichkeitsgestaltung der Marke zuweist. Marken mit einer solchen Persönlichkeitsgestaltung sind, so zeigt es die Praxis, stärker als Marken, deren Herkunft im Dunkeln liegt, oder Marken, die nur in den Absenderadressen erkennbar sind.
Verbraucher interessieren sich sehr dafür, wer ein Produkt herstellt und wem eine Marke gehört. Wenn es beispielsweise um den Umweltschutz und die Gesundheit geht, wollen die Verbraucher heute sehr wohl wissen, von wem sie ein Produkt kaufen und wer hinter einer Marke steht. Und wenn ein Ressourcen schützender umweltbewusster Sportartikelhersteller entsprechende Schuhe und Geräte herstellt, dann kann er mit seinem Unternehmensnamen seiner Marke eine nachhaltige Unterstützung in der Durchsetzung entsprechender Positionierungen geben.
Im Prozess der Globalisierung sind der Name eines Unternehmens und sein Ruf häufig die Vorläufer einer Markeneinführung.
Die Ganzheitlichkeit von Marke, Produkt und Unternehmen, fördert die Wiederherstellung oder Stärkung der Identität eines Produktes. Und es ist die Qualität der Identität, die im Entscheidungsprozess des Verbrauchers, noch vor der Frage, was ein Produkt kostet, steht.
Lange Zeit war es möglich, mit „markierter“ Ware Geschäfte zu machen. Manchmal drängte sich der Eindruck auf, das Ende der klassischen Marke sei angebrochen. In der Tat gab es natürlich Erfolgsgeschichten, in denen aus Namen über Nacht Begriffe wurden. Sich stürmisch entwickelnde Märkte machten vieles möglich. Die Folgen des Wertewandels und die Sättigung der Märkte, gerade in der Ersten Welt, erfordern es aber, sich wieder der klassischen Markenarbeit zuzuwenden. Hierfür bedarf es im Übrigen nicht vieler Marketingbücher.
Die 7-Elemente-Theorie mit der Herkunft an der Spitze und die Überzeugung, wonach Unternehmensstrategien im Kern Markenstrategien sein müssen, sind das beste Rüstzeug um Märkte für sich zu gewinnen und Wachstum und gute Erträge zu erzielen.
Jede Markenstrategie muss von der Vision der qualitativen Marktführerschaft begleitet werden. Und eine qualitative Marktführerschaft beginnt im Kopf und im Herzen des Verbrauchers, wobei der Weg dorthin die Marke ist. |