Im Jahr des Affen
BriefLetter - Issue 03/2016

Alle Welt macht sich um China Sorgen, oder sollten wir eher sagen: China macht der Welt Sorgen?
Wahrscheinlich ist Letzteres der Fall. Und wenn Letzteres der Fall ist, müssen wir uns fragen, warum das so ist.
Langsam, so scheint es, begreift die „Westliche Welt“, dass die Erfolgsmeldungen der letzten Jahre vielen Unternehmen den Blick für die Realität verstellt haben.

Glaubt jemand im Ernst, dass ein Land auf Dauer zehn und mehr Prozent Wachstum verkraften kann?

Chinas Industrie hat in den vergangenen Jahren gewaltige Leistungen vollbracht. Und beispielsweise  in Bezug auf die Produkt-Qualitäten den Anschluss an die Premium- und Exzellenz/HighEnd Standards gefunden.

China hat zumindest den Menschen in den großen Industriezentren bessere Lebensqualität und vielfach auch einen bürgerlichen Wohlstand beschert, und somit die Basis für die neue Middle Class geschaffen.
Chinesen sind zu den wichtigsten Wachstumstreiber der Global Touristik geworden und wäre da nicht die Kauflust der Chinesen, nicht wenige westliche Konsumgüterhersteller, vor allem diejenigen, die sich als Luxusindustrie bezeichnen, hätten Umsatzverluste und Gewinneinbrüche auf der ganzen Linie zu vermelden.

Vom Schrumpfkurs der Industrie und der schlechten Laune der Chinesen ist die Rede.

Wachstumsziele werden herabgesetzt, dabei sind die neuen Vorgaben immer noch in Bereichen, die viele Länder in Freudentaumel stürzen ließen, wenn sie denn solche Zahlen vermelden könnten.
Von  Politikern werden aggressive Gegenmaßnahmen gefordert, wobei nicht ganz klar ist, was man unter „aggressiv“ zu verstehen hat. Zur Hilfe eilt den Besorgten, wie immer in solchen Fällen, die Statistik.
Die Zahlen sollen es belegen: China entwickelt sich zum kranken Tiger der Weltwirtschaft.
Wir teilen die Sorgen und Bedenken der notorischen  Schwarzseher überhaupt nicht. Vielmehr sind wir der Meinung, dass es hohe Zeit ist, China mit anderen Augen zu sehen.

China entwickelt sich in allen Märkten zu einem höchst leistungsfähigen Konkurrenten, gleichgültig ob es sich um den Markt für Flugzeuge, Eisenbahnen oder Cashmere Pullover handelt. Chinesen entwickeln sich zu gut zahlenden Käufern von europäischen Unternehmen, insbesondere von deutschen. Und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis wir in Europa Luxuslimousinen „Made in China“ kaufen können.

Kritische Probleme, wie die nach wie vor in weiten Teilen des Landes herrschende Armut, Arbeitslosigkeit durch die Schließung unproduktiver Produktionsstätten, teilweise auf den Unternehmen schwer lastende Schuldenberge, die enormen Umweltbelastungen in Großstädten sowie eine teilweise zurückgebliebene Infrastruktur und natürlich eine fragile politische Situation sind bei der Einschätzung der Zukunftsperspektiven des Landes nicht zu vernachlässigen.

Trotz aller Probleme wird das Jahr des Affen für die Chinesen ein Jahr vielfältiger Fortschritte und wir schätzen ein Wachstum vergleichbar in der Höhe des Jahres 2015.

Der Konsum wird moderat wachsen, aber wachsen, und die in China vertretenen Global Brands können ihre Positionen weiter ausbauen.

Neuankömmlinge aus der westlichen Konsumgüterindustrie werden es nicht leicht haben, in China Fuß zu fassen.  Nicht etwa, weil die Chinesen unwillig sind, Geld auszugeben, sondern vielmehr, weil sie nur echte Marken, die nach unserem Verständnis mit der von uns für Marken 7-Elementen Definition (Herkunft, Geschichte, Profil, Image, Positionierung, Bekanntheit und Einzigartigkeit) ausgestattet sind, kaufen.
Logos und Label  mögen noch schön sein. Sie allein genügen jedoch nicht, um sich in Chinas Retail- Regalen einen Platz zu erobern.

Wer in China im Jahr des Affen zu den Erfolgreichen zählen will, tut gut daran maßgeschneiderte Marketingstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Und wir fügen hinzu: Auf das von uns entwickelte selektive Vertriebsprinzip über strategische Allianzen mit geeigneten chinesischen Handelsgruppen zu setzen.
Gleiches gilt übrigens für alle Märkte Asiens.

 

 
SchmidPreissler SchmidPreissler Strategy Consultants


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Editor: Dipl. Soz. Maximiliana Schürrle

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