Größe ist wieder ganz groß im Gespräch. Weltweit türmen sich immer noch riesige Schuldenberge aus der Fusionswelle der endneunziger Jahre, da wittern viele schon wieder Chancen in Fusionen und Firmenaufkäufen. Mag sein, dass Bedingungen und Preise derzeit relativ günstig sind, die Zeiten haben sich allerdings nicht wesentlich geändert.
Die Vorstellung, Größe würde eine entscheidende Voraussetzung für Wachstum und Erfolg sein, kann zwar hier und da ihre Berechtigung haben, ja, es gibt Märkte und Branchen, wo Größe eine entscheidende Rolle spielen, von einer generellen Notwendigkeit Fusionen zu betreiben und Firmen aufzukaufen, um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, kann aber nicht die Rede sein.
Wir sehen die Erzielung oder das Halten von Marktführerschaft nicht als eine Frage der Größe an, sondern sie liegt nach uns vielmehr darin, Bester oder Beste zu sein. Eine erste Position im Markt einzunehmen, weil die Marktführerschaft auf Vorsprung in der Leistung begründet liegt, schafft für ein Unternehmen und seine Mitarbeiter Sicherheit und zugleich ist es der Motor für weitere Spitzenleistungen. Was auch der Wirtschaft insgesamt zugute kommt. Märkte, die ausschließlich von Großunternehmen beherrscht werden, sind selten dynamisch.
Marktführer zu sein oder zu werden, muss das oberste Ziel jeder Strategie sein. Nein, dies ist keineswegs utopisch. Es ist die Conditio sine qua non einer jeden Unternehmensstrategie. Nur wenn das klar ist, hat ein Unternehmen die Chance, die besten Mitarbeiter, die besten Produkte, den besten Service, die besten Kunden, die ihrerseits erste Adressen sind, und die begehrtesten Marken zu besitzen und zu erhalten.
Der erfolgreiche Wettbewerb um die Gunst des Kunden, wird nicht in erster Linie unter den größten Unternehmen, sondern unter den besten, ausgetragen. Natürlich, und da setzt die Argumentation der Befürworter von Größe ein, braucht man um Bestleistungen auf allen Gebieten zu bringen, Kapital und das steht nun einmal großen Unternehmen eher zur Verfügung. Da ist etwas dran, andererseits sehen wir auch, dass Größe für sich schon viel Geld kostet. Dass Mittelmaß und Schwerfälligkeit, Hierarchien und Strukturen, Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg sind.
Für uns ist Größe in aller Regel nicht die erste Zielsetzung bei der Entwicklung einer Strategie, wir akzeptieren sie, wenn sie das Ergebnis aller Anstrengungen Erster oder Erste als Bester oder Beste zu sein, ist. Sozusagen der Bonus auf den Lohn.
Was heißt eigentlich Größe? Wie groß muss ein Unternehmen sein? Welche Größe muss man anstreben oder halten?
Ein Unternehmen muss so groß sein, dass es genügend Gewinn erwirtschaftet, um die Zukunft meistern zu können. Ein Unternehmen muss so groß sein, dass es sich frei entfalten kann. Unternehmen, die Banken und Investoren ernähren, tun sich im Wettbewerb schwerer, als Konkurrenten, die über eine gesunde eigene Finanzstruktur verfügen. Größe will finanziert sein und deshalb sollte man die markt-strategische Zielsetzung Erster oder Erste zu sein, oder zur Spitzengruppe einer Branche zu zählen, nicht mit unbedingt mit Größe koppeln.
Die Internationalisierung und die Globalisierung der Märkte bieten den Besten große Entwicklungschancen. Nie waren die Chancen für die Besten größer als heute. Unsere ganze Arbeit konzentriert sich darauf, an Bestleistungen mitzuarbeiten. Und die beste Leistung drückt sich für uns in der größenunabhängigen Marktführerschaft aus. |