Vorsicht, wenn es um das Wachstum der Konsumgüterumsätze im Jahr 2008 geht
BriefLetter - Issue 01/2008
Die Kosten für Energie, die Entwicklung der Devisenmärkte, explodierende Kosten für die Gesundheit, die Altersversorgung der Menschen, Forschung und Bildung, die Kosten für die Armuts-, Seuchen- und Terrorbekämpfung, für Kriege und Kriegsfolgen, die steigenden Kosten der öffentlichen Dienstleistungen, die Sicherung und der Ausbau der Infrastruktur, die Bekämpfung der Umweltzerstörung, die Entwicklung neuer Energien, der Schutz der noch bestehenden intakten Natur, die Bekämpfung und Verringerung der Staatsverschuldung, alle diese Probleme sind weltweit, in allen Ländern der Ersten, Zweiten und Dritten Welt, gleichermaßen vorherrschend und belasten daher auch die finanziellen Kräfte.

 

Die Menschen müssen für die Lösungen all dieser Probleme finanzielle Mittel aufwenden und dies hat in kommenden Jahren erhebliche Auswirkungen auf den Konsum. Überall auf der Welt und auch bei einer positiven Entwicklung der Weltwirtschaft. Nicht, dass der Konsum unter den drückenden allgemeinen Lasten einbricht, er wird sich dennoch verändern sich und wir schätzen, mehr und nachhaltiger als dies auch bei einer positiven Grundstimmung von vielen angenommen wird.

Bedarf und Bedürfnisse werden noch schärfere Konturen bekommen, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Es wird weiterhin alles verschwinden, was nicht klar zuordenbar ist.

Das heißt, die Menschen werden überlegter kaufen, ihr umfängliches Wissen bei der Auswahl und dem Kauf von Produkten und Dienstleistungen einsetzen.

Bei der Deckung des Bedarfs wird der Preis eine immer größer werdende Bedeutung erlangen, wobei und darauf wollen wir besonders hinweisen, der günstige Preis nicht zu Lasten der Qualität gehen darf. Der aufgeklärte und wissende Verbraucher hat ein sensibles Empfinden für das Preis-Leistungsverhältnis. Gewiss, es gibt einen Bedarf, der in Bezug auf die Qualität mit einfachen und anspruchslosen Produkten und Serviceleistungen, insbesondere automatisierten Einrichtungen, bedient werden kann und da kann dann der Preis auch angemessen günstig sein. Gleiches gilt für die Absatzstellen. Längst hat sich der Verbraucher daran gewöhnt, abgepackte Produkte aus dem Karton heraus und aus einfachen Regalen zu kaufen. Bei der Deckung des Bedarfs ist nun einmal der günstige Preis ein entscheidendes Kaufargument. Deshalb werden Discounter in Zukunft eine eher noch größere Bedeutung erlangen, als dies heute bereits der Fall ist.

Wenn es darum geht, Bedürfnisse zu befriedigen, Wünsche zu erfüllen, werden die Menschen immer Geld ausgeben, in schwierigen und kritischen Zeiten vielleicht so gar noch mehr als in den so genannten guten Zeiten. Aber, auch für solche Produkte und Dienstleistungen, die nicht der Bedarfsdeckung dienen, gilt, dass ihr Wert in einem erkennbar guten Verhältnis zum Preis stehen muss. Weit kritischer als in der Vergangenheit werden die Menschen in Zukunft, wenn sie Bedürfnisse befriedigen und sich Wünsche erfüllen, darauf achten, dass auch der immaterielle Wert von Premium- und Luxusgütern und Premium- und Luxusdienstleistungen nachvollziehbar ist. Dies bedeutet insbesondere, dass die das Premium- und Luxusgeschäft beherrschende Marken werthaltig sind.

Problematisch wird die Entwicklung für Anbieter von Produkten und Dienstleistungen, die sich immer noch in der traditionellen und ausgedienten „Mitte“ des Marktes befinden und ohne ausreichende Substanz als Premium- und Luxusgüter und ebensolche Marken angeboten werden.  Tailliertes Viereck

Die Konsumgütermärkte werden schrumpfen, aber nicht von ihren äußeren Konturen an den Ober- und Unterkanten der einzelnen Märkte und Branchen, sondern aus der Mitte heraus.

Wer für 2008 und die kommenden Jahre Wachstum plant, sollte sich weniger an der Vergangenheit orientieren, sondern vielmehr seine Wachstumspläne an den Möglichkeiten, die seine Produkte und Dienstleistungen in Bezug auf klare Profile bieten, ausrichten.

Das für den Konsum verfügbare Geld wird weltweit wertvoller, entsprechend muss das Angebot gestaltet sein. Wer sich dessen bewusst ist und sich entsprechend umsieht, stellt schnell fest, dass es erheblich mehr zu tun gibt, als nur zu sparen und Kosten zu senken. Um das Angebot wertvoll zu halten und wo erforderlich, wertvoller zu machen, muss man bereit und in der Lage sein, zu investieren, auch in den Markt.

 

 
SchmidPreissler SchmidPreissler Strategy Consultants


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Editor: Dipl. Soz. Maximiliana Schürrle
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